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ZONTA-Hochschulpreis 2017 geht an Anne Martin vom Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt

 

Der ZONTA Club Darmstadt hat in diesem Jahr zum zweiten Mal den ZONTA-Hochschulpreis ausgeschrieben. Bewerben konnten sich herausragende Master-Studentinnen oder -Absolventinnen des Fachbereichs Maschinenbau der TU Darmstadt, die bereits ihre Masterarbeit abgegeben haben.

Der ZONTA Club möchte mit diesem Preis seine Anerkennung für eine sehr gute Studienleistung aussprechen, er möchte Mut machen, auf dem eingeschlagenen Weg weiter voranzuschreiten, und er möchte ein Vorbild für andere junge Frauen auszeichnen. Gleichzeitig wird mit der Auslobung des Preises ein wichtiges Ziel von ZONTA International umgesetzt:

„Promote education, training and professional development of women.“

 

Im Jahr 2017 lagen vier sehr gute Bewerbungen vor, so dass das Preisgremium erst nach langen Diskussionen eine Entscheidung fällen konnte.

Ausgezeichnet wird Frau Anne Martin, seit März 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Konstruktionswerkstoffe im Maschinenbaufachbereich der TU Darmstadt bei Prof. Oechsner, die sich in ihrer im September 2015 abgegebenen Arbeit mit einem interdisziplinären Thema beschäftigt hat: „Generating ideal surface structure of PEEK implants and applying titanium to improve osteoconductivity“

 

Die Strukturierung von Implantatwerkstoffen aus einem thermoplastischen Kunststoff stand im Mittelpunkt der Arbeit, mit dem Ziel, die Integration in den Knochen und somit das Anwachsverhalten des Kunststoffimplantats zu verbessern. Dieser Werkstoff hat gegenüber den heute üblichen Titanimplantaten die Vorteile, dass eine Diagnostizierbarkeit mittels Röntgenstrahlen möglich ist und der Werkstoff eine höhere Steifigkeit besitzt. Frau Martin hat ein Verfahren entwickelt, das die Strukturierung der Oberfläche mittels chemischer und physikalischer Prozesse ermöglicht. Dieses Verfahren wurde bereits erfolgreich zum Patent angemeldet.

 

Wie schon bei der letzten prämierten Arbeit im Jahr 2015 hat uns auch bei dieser Arbeit der interdisziplinäre Ansatz (Maschinenbau, Biologie, Medizintechnik und Materialwissenschaften) sehr gut gefallen. Darüber hinaus waren wir von dem langjährigen gesellschaftlichen Engagement von Frau Martin im Verein Studieren Ohne Grenzen e.V. beeindruckt, denn sie hat sich nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch auf nationaler Ebene als Vorstandsmitglied engagiert. Zusätzlich hat sie während ihres Masterstudiums ein Auslandssemester in Spanien absolviert und als Werkstudentin gearbeitet.

 

Die Preisverleihung findet am 26. Oktober 2017 im Rahmen des monatlichen Meetings statt.